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17.04.2018 - Unterstützen Sie die Ladengeschäfte in unserer Gemeinde

  • Wirtschaft
Die Bäckerei Thümer in Etzdorf gibt es bereits seit 1895, als Hermann Katschmann die Bäckerei aufbaute. Leider verstarb er früh im Alter von 45 Jahren und seine Frau, Amalie Katschmann, führte das Geschäft weiter, bis sie es 1934 an ihren Schwiegersohn Bruno Thümer übergeben konnte. Dieser betrieb die Bäckerei bis 1941, dann musste er in den Krieg ziehen. Die Bäckerei blieb bis zu seiner Wiederkehr 1945 geschlossen. Im Jahr 1968 übernahm der Sohn Karl-Heinz Thümer das Familienunternehmen und gab dieses im Jahr 2000 an seinen Sohn Steffen Thümer weiter. Die lange Tradition führt mittlerweile dessen Ehefrau, Geschäftsinhaberin Dagmar Thümer, in vierter Generation weiter, die in Marbach ein und in Etzdorf gleich zwei Ladengeschäfte unterhält. Unsere Aufnahme zeigt die Mitarbeiter Marlen Wendt, Matthias Waidelauski, Manuela Lischka, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Dienstjubiläum als Verkäuferin der Bäckerei in Marbach begeht, Elisabeth Richter, Geschäftsinhaberin Dagmar Thümer sowie Carla Lauterbach. Im Bild fehlen leider die Mitarbeiterin Brigitte Matschey, die dieses Jahr in ihren wohlverdienten Ruhestand wechselt sowie Bäckermeister Frank Trommer.

In großen Teilen unserer Welt, so auch in Deutschland, kam es in den letzten Jahrzehnten zu einer weiteren Urbanisierung, zu Deutsch „Verstädterung“. Dies führte dazu, dass vor allem die größeren Städte und deren Umfeld bevölkerungsmäßig wachsen. Die Politik forcierte diese Entwicklung, indem Arbeitsplätze in öffentlichen Behörden des Bundes und der Länder sowie in Industrie, Handel und Forschung hier zentralisiert wurden. Die vorhandene und stetig weiter ausgebaute Infrastruktur führt zudem dazu, dass die Attraktivität dieser Zentren noch weiter erhöht wird. Mittlerweile ergeben sich daraus aber auch erkennbare Probleme. Die immens gestiegenen Preise für Bauland und Mieten sowie die Tatsache, dass die Städte zu Hochburgen der Kriminalität und des Drogenmissbrauchs geworden sind, sind dafür nur einige Beispiele.

Der Freistaat Sachsen hat mit seiner „Leuchtturmpolitik“ und den damit verbundenen Entscheidungen diese Entwicklung in unserer Region teilweise noch stärker vorangetrieben, als das in anderen Bundesländern der Fall ist. So wurden hier rigoros Schulen im ländlichen Raum, beginnend von Grundschulen bis hin zu Gymnasien geschlossen und in größeren Städten angesiedelt. Dabei hatten die Gemeinden kein wirkliches Mitspracherecht. Wurden die vorgegebenen Schülerzahlen zwei Jahre in Folge nicht erreicht, entzog der Freistaat Sachsen seine Mitwirkung durch Nichtzulassung einer ersten Klasse sowie durch Entziehung des Lehrerpersonals.

In anderen Bereichen wurde vieles durch die Marktwirtschaft geregelt, die sich natürlich an der Gewinnmaximierung der Unternehmen bei geringstmöglichem Aufwand orientiert. So wurden große Einkaufszentren an den Stadträndern errichtet, die Zugkraft bis ins weite Umland besitzen. In unserer Region kennt wohl jeder den Elbepark Dresden oder das Chemnitzcenter Röhrsdorf. In den mittleren und kleineren Städten sind eine Vielzahl von vornehmlich im Lebensmittelbereich angesiedelten Discountmärkten vorhanden, die ebenfalls Kaufkraft aus dem jeweiligen Umland abziehen. So gibt es in diesem Bereich in den der Striegistaler Region am nächsten liegenden Städten in Roßwein vier, in Nossen und in Hainichen gleich fünf derartige Discountmärkte. Umso bemerkenswerter und erfreulicher ist es, dass trotz der Zugkraft solcher Läden in Striegistal noch Einzelhandelsgeschäfte vorhanden sind, die neben dem Waren- und Imbissangebot auch gleichzeitig oftmals beliebte Treffpunkte in unseren Ortschaften sind. Vielleicht weniger bekannt, aber genauso interessant ist die Tatsache, dass die Unternehmer dieser Geschäfte Arbeitsplätze in unseren Ortschaften sichern. In unserem Beitrag stellen wir diese Betriebe vor und wollen gleichzeitig dafür werben, dass die Striegistaler Bürger und die Kunden aus dem Umland die vor Ort vorhandenen Angebote regelmäßig nutzen. Niemand trägt zum Erhalt der Geschäfte bei, wenn, wie schon einige Male in unserer Region beobachtet, sich die hier wohnenden Bürgerinnen und Bürger ihre Waren bei auswärtigen Fahrgeschäften kaufen, die sich manchmal sogar direkt vor beziehungsweise in der Nähe unserer einheimischen Geschäfte zum Verkauf aufstellen. Man muss sich bei diesen Kunden schon die Frage stellen, ob sie überhaupt verstehen, dass ein Geschäft nur leben kann, wenn es neben dem Anbieten guter und individueller Ware auch die entsprechende Kundschaft findet.

Unterstützen Sie also die Geschäfte und Angebote in unserer Region, die wir Ihnen mit den nachfolgenden Aufnahmen näher bringen wollen. 

Kontakt

Gemeindeverwaltung Striegistal Etzdorf, Waldheimer Straße 13, 09661 Striegistal
034322 51320
034322 51330
mailto:info(at)striegistal.de